Sind persische Rennmäuse geeignete Haustiere für mich?

Persische Rennmäuse sind nachtaktiv und können je nach Jahreszeit erst spät abends aktiv werden. Wenn sie in ihren Schlafphasen gestört werden, sind sie sehr schreckhaft und gestresst. Selbst extrem zutrauliche Tiere sind dann nicht wieder zu erkennen. Man sollte die Tiere also auf keinen Fall am Tage wecken. Perser sind eigentlich ideale Tiere für Berufstätige. Sie lassen einen den stressigen Arbeitstag vergessen, indem sie die gesamte Aufmerksamkeit ihres Körnergebers einfordern. Sind persische Rennmäuse geeignete Haustiere für mich?

Wenn persische Rennmäuse als Familientiere gehalten werden, muss allen Familienmitgliedern klar sein, dass die Tiere nicht in ihren Schlafphasen gestört werden und der Umgang mit den Tieren stets unter Aufsicht der Eltern stattfinden sollte. Man kann die Aktivzeiten bzw. Aufstehzeiten der Perser beeinflussen, indem man sie immer zu festen Zeiten am frühen Abend füttert. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass die Tiere trotzdem nicht immer gleich beschäftigt und bespaßt werden möchten. Man sollte stets die Tiere entscheiden lassen, wann und wie sie mit ihren Haltern in Kontakt treten möchten.

Wer also eine Mäuseart sucht, die tagsüber keiner Aufmerksamkeit bedarf und erst abends so richtig in Fahrt kommt, ist hier genau richtig! Wer stattdessen eher “Familienmäuse” sucht, sollte vielleicht über die Haltung monoglischer Rennmäuse oder Degus nachdenken. Diese Tiere sind tag- und nachtaktiv. Sie eignen sich demnach auch für größere Schulkinder (wobei auch hier die Eltern ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren vermitteln sollten). Mongolische Rennmäuse haben im Vergleich zu persischen Rennmäusen einen erheblich kleineren Platzanspruch, Degus können in den Haltungsbedingungen mit den persischen Rennmäusen verglichen werden. Für weitere Infos über diese Tierarten bitten wir darum, sich auf den entsprechenden Seiten oder in Foren umzuschauen und zu informieren.

Wer sich für Persische Rennmäuse entscheidet, sollte sich zudem bewusst sein, dass die Tiere eine höhere Lebenserwartung haben und man durchaus bis zu 7 Jahre die Verantwortung zu tragen hat. Außerdem sollte man beim Tod eines Tieres die Möglichkeit haben, das verbliebene (einzelne) Tier mit einem neuen Partner zu vergesellschaften, da die Tiere sehr sozial sind und unbedingt paarweise gehalten werden müssen. Eine Vergesellschaftung ist dabei nicht immer einfach, wir stehen aber gerne mit Ratschlägen und Tipps zur Verfügung.

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