Das Laufrad

Das LaufradEin Laufrad ist für alle Rennmausarten ein wichtiges und willkommenes Spielzeug und Trainingsgerät. Auch wenn man seinen Mäusen ein möglichst großes Heim und Auslauf bietet, man kann ihnen damit immer noch nicht annähernd die Bewegungsmöglichkeiten verschaffen, die sie in der freien Natur hätten.

Ein Laufrad wird daher von den meisten Mäusen gerne und intensiv genutzt.

Bei der Anschaffung sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Größe: das Laufrad muss so groß sein, dass die Mäuse beim Laufen den Rücken möglichst gerade lassen können. Müssen sie dabei ins „Hohlkreuz“ gehen, wird das auf die Dauer Rückenprobleme verursachen.
  • Die Bauart: das Laufrad darf keinen sogenannten Schereneffekt haben. Damit ist gemeint, dass es keine Querstreben in der Vorderseite des Laufrads geben darf, die eine Maus verletzen könnten, die gerade ins Laufrad springen möchte, während eine andere Maus schon läuft. Leider haben sehr viele im Handel angebotene Laufräder (gerade die aus Metall) eben solche Querstreben.
  • Das Material: Mäuse sind Nager, daher werden die meisten Laufräder auch in irgendeiner Weise angenagt, wenn man als Halter Glück hat, nur sehr wenig. Daher sind Laufräder aus Holz die natürlichste Variante, wenn sie benagt werden, schadet das den Mäusen nicht. Auch Metallräder sind hierbei ungefährlich (sofern sie nicht die schon erwähnten Querstreben haben). Kunststoff sollte im Mäuseheim möglichst wenig Verwendung finden, die Gefahr von Verletzungen durch verschluckte Plastikschnipsel sollte nicht unterschätzt werden.
  • Die Lautstärke: dieser Punkt ist stark abhängig von den Nerven der Körnergeber Das Laufrad und dem Standort des Mäuseheims. Die Mäuse selbst stören die Laufradgeräusche wenig, jedoch fand schon so mancher Mäusehalter die Tatsache sehr nervig, dass Unterhaltung, Fernsehen oder Musikhören bei im gleichen Zimmer trainierenden Marathon-Mäusen kaum mehr möglich war. Nach unserer eigenen Erfahrung sind die Holzlaufräder selbst aber wirklich kaum zu hören. Das Getrippel laufender Mäusefüßchen ist hierbei eigentlich das Einzige, was man mitbekommt.

Leider werden im Zoohandel sehr oft ungeeignete und viel zu kleine Laufräder empfohlen. Auch die Abbildungen auf den Laufradverpackungen zeigen oft Tiere, für welche die Größe des enthaltenen Laufrads völlig ungeeignet – weil viel zu klein –  ist.

Bei den  Abbildungen unserer Rennmäuse seht ihr, dass ein 30cm-Holzlaufrad für mongolische Rennmäuse eine sehr schöne Größe ist. Für zierliche persische Rennmäuse ist diese Größe auch noch gut geeignet.

Das Laufrad

Da unsere persischen Jungs allerdings inzwischen schon große und kräftige Brummer sind (sie haben schließlich Manni-Gene), haben wir für die drei ein 40cm-Holzlaufrad angeschafft.

Das LaufradDas LaufradDas Laufrad

Dieses ist zwar leider teuer, aber das 30cm-Rad schien uns zu klein und unsere Perser laufen auch wesentlich intensiver, seit sie das 40cm-Rad haben.

Das LaufradDas LaufradDas Laufrad

Aus eigener Erfahrung würden wir also für größere Perser, Ratten, Degus, Chinchillas kein kleineres als das 40cm-Laufrad empfehlen.

  1. Tanique
    22. März 2010, 22:08 | #1

    In dem 40er Laufrad schauen sie von der Größe aus wie Mongolen.
    Ich werd, wenn das Bein von meinem Großen geheilt ist, auch auf das Große umstellen. :)

  2. 26. März 2010, 20:57 | #2

    Ja, wir sind auch schon ganz neidisch! :-)

  3. Cathy
    27. März 2010, 12:33 | #3

    Aber…aus eigener Erfahrung würden wir euch raten: macht ein dünnes Aluminium-U-Profil von innen um den Rand, der wird nämlich sehr gerne angenagt!:-)
    Hab das in einem Hamster Forum mal abgebildet gesehen, das macht schon Sinn.

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