Über Persische Rennmäuse

Die Persische Rennmaus (Meriones persicus):

Die Persische Rennmaus gehört zur Gattung der Rennratten und zur Familie der Langschwanzmäuse. Sie ist ursprünglich im Iran, der Türkei, Pakistan und Afghanistan zu Hause. Die Tiere übetreffen ihre als Haustiere beliebten Verwandten, die mongolischen Rennmäuse, in Größe, Gewicht und Schwanzlänge. Sie werden zwischen 150g und 180g schwer und erreichen eine Körperlänge mit Schwanz von bis zu 35cm. Der Schwanz alleine kann durchaus 50% der Gesamtkörperlänge ausmachen. In Gefangenschaft werden je nach Tier verschiedene Werte erreicht. Manni ist unser Spitzenreiter mit über 30cm Körperlänge und etwa 185g Kampfgewicht. Diego und Sid sind mit 155g dagegen eher Leichtgewichte. Ihre Lebenserwartung liegt bei 5-8 Jahren, je nach Umgebung. Zum Vergleich leben mongolische Rennmäuse nur etwa 2-3,5 Jahre.

Merkmale:

Diese Tierart unterscheidet sich von anderen Arten durch ihre charakteristische Zeichnung. Zum ersten gibt es die Tiere aktuell nur in ihren Naturfarben (Agouti). Diese Fellfarbe findet sich auch in dem Top-Banner dieser Seite. Erkennungsmerkmale und Abgrenzung zu z.B. Shaw-Mäusen sind in diesem Zusammenhang der strahlend weiße Bauch, sowie der weiße Fellstreifen über den Augen. Am Ende des langen Schwanzes befindet sich eine schwarze, buschige Quaste. Ebenso fallen die großen Augen der Tiere auf.

Lebensweise:

Die Tiere bevorzugen in der Natur Halbwüsten und Steppen in Höhenlagen von bis zu 2800 Metern. Felsige Gegenden sind dort ihre Heimat, in der sie große Bauten mit vielen Gängen und Höhlen graben. Die Tiere sind durch Ihre Physis begünstigt sehr gute Kletterer. Aufgrund Ihres langen Schwanzes balancieren sie mit Leichtigkeit über dünne Äste und können durch ihre scharfen, spitzen Krallen ausgezeichnet klettern. Selbst größere Sprünge sind dank des langen Stabilators kein Problem. Die Tiere sind nachtaktiv und verbringen die Wachzeit größtenteils mit der Suche nach kleinen Sämereien und Nüssen, die sie mit ihren scharfen Nagezähnen in sitzender Position problemlos knacken können. Sie besitzen zwar keine Sammeltaschen, doch behalten sie auf ihren Touren die meisten Samen im Maul, um sie später in die vom Rudel angelegten Sammeltunnel zu bringen. Die persische Rennmaus trifft man immer nur in Gruppen an. Diese Art ist sehr sozial und benötigt ständig Kontakt zu Artgenossen. Mit diesen wird während der Schlaf- und Ruhephase liebevoll gekuschelt oder Fellpflege betrieben.

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